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Wintersonne

  • Autorenbild: Gunnar Petrich
    Gunnar Petrich
  • 20. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Dez. 2025



Noch zwei Tage, dann ist es soweit - am 21.Dezember ist auf der Nordhalbkugel unseres Planeten der kürzeste Tag des Jahres. Wintersonnenwende. Manche haben für diesen ganz besonderen Tag scheinbar ganz besondere „Antennen“. Für andere ist es ein normaler Tag, an dem die Feste ja quasi nahezu komplett verschwunden sind. Nur Kulturanthropologen, also Volkskunde-Experten, wissen noch, wie wichtig dieses Fest für unsere Vorfahren war. Zum Beispiel das Julfest in Skandinavien, dass sich vor allem durch Runen belegen lässt. Wann was wo und wie gefeiert wurde weiß man nicht genau, denn es gibt kaum schriftliche Quellen. Heute haben die Weihnachtstage mit ihrer Andacht, ihrem Trubel und Kommerz diese alten Bräuche abgelöst. Und auch das sind ja wunderschöne Tage für viele Menschen in unseren Breiten. Dann leuchtet es in der Dunkelheit und Traditionalisten oder Instafans feiern diese Tage mit Kerzen daheim - oder im Netz. In Dänemark kennt man das Wort „Hygge" oder sagt, etwas ist „hyggelig“ - und das beschreibt, wie man trotz - oder wegen der Kälte und der Dunkelheit - diese düsteren Zeiten aufhellt.


Vitamin D


Und noch etwas ist fundamental anders - der Stand der Sonne. Sie steht aktuell so tief wie sonst nie. Das merken Autofahrer, die bei (nassen) Straßen regelrecht geblendet werden, wenn sie im Gegenlicht durch verschmierte Scheiben schauen. Das merken aber auch Spaziergänger oder Jogger, die draussen am Wasser unterwegs sind. Die Sonne hellt uns innerlich auf. Und selbst in dieser Jahreszeit wärmen uns die Sonnenstrahlen. Das ist auch wichtig für unsere Gesundheit, vor allem wegen des Vitamin D, das sich beim Aufenthalt im Freien bildet und uns gesund hält. Die Sonne ist aber auch wichtig für unsere Seele. Viele können mit dem Wort wenig anfangen, weil es aus einer völlig anderen Zeit zu stammen scheint.


Seelenlos


Haben Menschen eine Seele? Diese Frage beschäftigt uns seit Jahrtausenden und es gab sogar Theorien, wo ihr Sitz im Körper sei oder wieviel sie wiegt. Man hat sogar versucht, Sterbende im Moment ihres Todes zu wiegen und fand angeblich heraus, dass sie rund 23 gr wöge, las ich einmal. Was auch immer man glaubt, viele würden sagen, wir durchleben aktuell  „seelenlose“ Zeiten. Zeiten, in denen etwa der amtierende US-Präsident jeden Tag eine „neue Sau durchs Dorf“ treibt, oder wie seine Fans sagen, erfolgreich ist mit seiner Methode „flooding the zone with sh…“. Nachdem er Teile des historischen Ensemble des „Weißen Haus“ hat abreißen lassen, um einen goldenen Ballsaal zu errichten, oder die Hilfe für die Ärmsten der Armen hat streichen lassen, hat er vorgestern zum Beispiel die Foto-Galerie seiner Vorgänger mit unglaublichen persönlichen Anmerkungen verunglimpft und das Porträt seines Vorgängers Joe Biden durch das Foto eines Unterschriften-Automaten ersetzen lassen.


Zeit der Hoffnung


Ich gehöre zu den Millionen Menschen, die das alles nicht fassen können und denken, sie leben 2025 wie in einem falschen Film. Wie viele hoffe ich, dass solche „seelenlose“ Zeiten schnell vorübergehen. Zwar bin ich mir angesichts der vielen Unterstützer, die dieser Mann und seine Leute haben, inzwischen nicht mehr ganz so sicher, wann exakt das sein wird. Aber ich bin mir absolut sicher, das Leute wie er und seinesgleichen nicht auf Dauer siegen werden. Letztlich ist es vielleicht wie mit der Sonne. Nach dem 21.Dezember werden die Tage wieder länger und die Dunkelheit weicht dem Licht sowie einer neuen Zeit des Aufbruchs. Hoffen wir also auf Zeiten, in denen Menschen nicht mehr „seelenlos“ handeln und in der sich jahrtausendealte Werte durchsetzen werden. Denn das ist etwas, was unbedingt bleiben muß.

 
 
 

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