top of page

Erinnerungen

  • Autorenbild: Gunnar Petrich
    Gunnar Petrich
  • 19. Sept. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 7. Dez. 2025



Ich sitze unter einem alten Baum und denke darüber nach, worüber ich meinen ersten Blog-Beitrag schreiben soll. Texte digital auf einer eigenen Seite zu veröffentlichen ist für mich ein Schritt in eine neue Welt. Beim Konzipieren der Seiten und beim Nachdenken über mein Journalistenbüro für Familiengeschichten ist mir mal klar geworden, dass mein Claim "Was bleiben soll" unter Umständen einen völlig falschen Spin, also Dreh, auslösen könnte. Natürlich ist es mir persönlich wichtig, eine Debatte zu führen über den privaten UND den öffentlichen Umgang mit Erinnerungen und mit unserer Erinnerungskultur. Deshalb bin ich mir sicher und ist es mir wichtig, festzuhalten, dass manches bleiben soll - dass aber andere Dinge überhaupt nicht so bleiben sollen, wie sie sind. Im Gegenteil.


Falsche Ecke?

Ich fürchte, dass ich am Ende in einer falschen Ecke lande. Spontan dachte ich an den Slogan einer Partei, die auf Wahlplakaten den Satz proklamierte: "Deutschland. Aber normal" Dies ist nicht nur in meinen Augen eine schiefe Debatte. Denn was heisst überhaupt "normal"? Tatsache ist doch - wir leben in einer Zeit großer Herausforderungen: Nichts ist mehr "normal" in diesen Jahren mit den unbekannten Drohnen und den Kriegen, in diesen Jahren der Despoten, die weltweit autoritäre Regime erhalten oder etablieren wollen. All das gab es schon auch in meiner Kindheit, als nicht Kirk, sondern Kennedy ermordet wurde. Für mich sind Frieden, Demokratie und Vielfalt die zentralen Grundpfeiler unseres Lebens - für mich ist das "normal", und soll so bleiben. Aber sind zum Beispiel Autos mit Verbrennermotoren etwas, was bleiben soll?


Nützliche Technik ...

Zugegebenermaßen war diese Technik für uns Menschen viele Jahrzehnte lang sehr nützlich. Sie ermöglichte Autos, Flugzeuge, Ozeanriesen, Kraftwerke etc. Eine Technik, die sehr, sehr nützlich war und es bis heute ist. Aber nur für den Teil der Menschheit, der sie nutzen konnte und kann. Für viele andere war "der Verbrenner" ein Versprechen. Und nun neigt sich die Nützlichkeit dieser Technik langsam, aber sicher dem Ende zu. Bezahlbare eFuels sind nicht in Sicht und auch Wasserstoff wird uns wohl nicht im großen Stil zur Verfügung stehen. Stattdessen Strom und eMobilität. Möglicherweise wird alles viel schneller gehen, als sich das die meisten Deutschen im September 2025 vorstellen können. In anderen Ländern, selbst in China, sind sie nicht nur technologieoffen, sondern vor allem - zukunftsoffen.


... mit miserabler Wirkungsbilanz

In einem Kommentar zur zweifelhaften Zukunft neuer PKW mit Verbrennermotoren nach 2035 las ich heute, dass über 85 % der Energie von "Weel to Wheel" - also vom Bohrloch bis zum Vortrieb - energetisch wirkungslos verpuffen. Förderung, Transport, Wirkungsgrad. Auch wenn sich E-Mobilität und der Umbau zu einer elektrischen Zukunft deutlich verzögern - Verbrenner sollten, so wie Kutschen oder Dampfmaschinen, schnellstmöglich im Museum landen und dazu dienen, künftig zu zeigen, wie nützlich sie sind und waren, und wie sehr sie die Welt und die Mobiliät im Guten wie im Schlechten verändert haben.


Nostalgische Gefühle

Als Kraftquelle für Fortbewegungsmittel werden sie also sicher noch in Zukunft eine mehr oder weniger wichtige Rolle spielen. Aber sie werden möglicherweise viel schneller als erwartet von anderen Energiemaschinen abgelöst werden. Und das ist in meinen Augen doch auch tröstlich - uns werden viele schönen Erinnerungen bleiben an die großen Zeiten der Verbrennermotoren und fossilen Krafterzeugung. Und so wie wir heute Kutschen oder riesige Dampflokomotiven bewundern, werden wir auch vor solchen Maschinen stehen - und staunen. Verbrenner werden dann vermutlich nur noch petrochemische Nostalgie auslösen. Was wird von ihnen bleiben?

 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen

kontakt

+49 (0) 160 - 9333 1181

kontakt@was-bleiben-soll.de 

impressum

 

angaben gemäß § 5 TMG

gunnar petrich

journalistenbüro für familiengeschichten

pfarrer-stockheimer-str. 34 

55128 mainz
 

kleinunternehmer gemäß § 19 UStG​

vertretungsberechtigt

gunnar petrich  

verantwortlich f. inhalt nach § 55 Abs. 2  RStV 

gunnar petrich

journalist

pfarrer-stockheimer-str. 34 

55128 mainz 

ich bin grundsätzlich nicht bereit und verpflichtet, an einem streitbeilegungs-verfahren vor einer verbraucherschlichtungs-stelle teilzunehmen. bis Sommer 2025 hatte die europäische kommission noch eine plattform zur online-streitbeilegung (os) bereitgestellt. diese plattform ist unter dem alten Link nicht mehr erreichbar:

http://ec.europa.eu/consumers/odr/.

​​​​

trotz sorgfältiger inhaltlicher kontrolle übernehme ich keine haftung für die inhalte externer links. für die inhalte verlinkter seiten sind ausschließlich deren betreiber verantwortlich. eigene texte wurden ohne ki erstellt, die agb stammen vom djv

die durch den seitenbetreiber erstellten Inhalte und werke auf dieser website unterliegen dem deutschen urheberrecht. vervielfältigung, bearbeitung und verbreitung außerhalb der grenzen des urheberrechtes bedürfen der schriftlichen zustimmung des jeweiligen autors bzw. erstellers. dies gilt ebenfalls für sämtliche fotos dieser webseiten.

©  2026  gunnar petrich 


bottom of page